• Fakt 1:


Seit 100 Jahren wird der Internationale Frauentag/Frauenkampftag am 8. März gefeiert.

Fußnote: Der Internationale Frauenkampftag geht auf eine Initiative sozialistischer Organisationen zurück, die für Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen kämpften. Seit 1921 wird der 8. März jährlich gefeiert.

  • Fakt 2:

Frauen verdienen in Österreich aktuell 14,3% weniger als Männer. Umgerechnet bedeutet das, dass Frauen 52 Tage unbezahlt arbeiten.

Fußnote: Das internationale Frauennetzwerk Business and Professional Women berechnet seit 2009 den sogenannten Gender Pay Gap für Österreich. Die Datengrundlage für die Berechnung ist 2019, also vor der Corona-Krise, die dramatische Auswirkungen auf Frauen hat. Bei der Berechnung wird das Gehalt von ganzjährig vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern verglichen. (Quelle: BPW Austria – Business and Professional Women)

  • Fakt 3:

2014 betrug der Einkommensnachteil von Frauen im 15. Bezirk 10,2%.

Fußnote: In Wien ist der Pay Gap verhältnismäßig klein – aktuell beläuft er sich auf 4,8 Prozent. (Quelle: Statistik Austria, BPW Austria – Business and Professional Women)

  • Fakt 4:

Durchschnittlich €1.230 geben Frauen in Österreich im Laufe ihres Lebens für Periodenprodukte aus.

Fußnote: Nicht mit eingerechnet sind hier Kosten für Schmerzmittel und andere Präparate, die viele Frauen vor oder während ihrer Periode verwenden. (Quelle: Der Standard)

  • Fakt 5:

In Vorständen börsennotierter Unternehmen gibt es mehr Männer namens Andreas als weibliche Mitglieder.

Fußnote: Laut Erhebung von Ernst & Young (2015) gab es Anfang des Jahres 2019 gerade mal 11 weibliche Vorstandsmitglieder (=7,5%) und 16 Mitglieder namens Andreas. In anderen Ländern ist es ähnlich, aber Österreich schneidet international trotzdem besonders schlecht ab. In Norwegen und Schweden liegt der Anteil zum Beispiel bei rund 30%. (Quelle: Ernst & Young)

  • Fakt 6:

In 8 von 11 als „systemrelevant“ eingestuften Berufen arbeiten überwiegend Frauen.

Fußnote: Dazu gehören zum Beispiel Beschäftigte in der Kinderbildung (88% Frauen), an Kassen und in der Regalbetreuung (86%), in der Reinigungsbranche (83%), im Bereich Pflege und medizinische Betreuung (82%). In vielen dieser Berufsgruppen liegt das Einkommen weit unter dem österreichischen Durchschnittslohn. (Quelle: SORA)

  • Fakt 7:

Rund 80% der Teilzeitbeschäftigen sind weiblich (2019).

Fußnote: Die Konsequenz: deutlich niedrigere Einkommen und Pensionen. Als Gründe für Teilzeitbeschäftigung werden bei Frauen meist Betreuungspflichten für Kinder oder pflegebedürftige Erwachsene genannt, bei Männern steht dagegen der Wunsch nach beruflicher Aus- und Fortbildung oder kein Wunsch nach Vollzeittätigkeit im Vordergrund. (Quelle: Statistik Austria)

  • Fakt 8:

Frauen übernehmen fast doppelt so häufig alleine die Verantwortung für Verhütung wie Männer (42% gegenüber 23%).


Fußnote:
Frauen tragen damit nicht nur die Kosten – insbesondere Langzeitmethoden wie Spiralen sind für viele schwer zu finanzieren – sondern oft auch gesundheitliche Folgen, etwa bei hormonellen Verhütungsmitteln wie der Pille. (Quelle: Verhütungsreport)


Forderungen:

Wir wollen: Faire Entlohnung!
Gleiches Gehalt für Männer und Frauen und bessere Entlohnung für systemerhaltende Jobs. Das bedeutet auch: Faire Pensionen für Frauen!

Wir wollen: Arbeitszeitverkürzung für alle!
Weil Arbeit generell, aber auch Kinderbetreuung, Haushalt und Pflege so gerechter verteilt werden können.

Wir wollen: Selbst über unseren Körper bestimmen!
Deswegen: Kostenloser Zugang zu Verhütungsmitteln und flächendeckendes Angebot für Schwangerschaftsabbrüche!

 

Allgemeines Statement:

Frauen werden nur dann gleichberechtigt und frei sein, wenn wir jede Form von Diskriminierung und Ungerechtigkeit beenden – auch im Hinblick auf Herkunft, Religion, Alter, Klasse, sexuelle Orientierung oder Behinderung.

Quellen:

https://wienerin.at/mehr-manner-namens-andreas-osterreichs-vorstanden-als-frauen
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210217_OTS0131/korrigierte-neufassung-der-ots0144-vom-1622021-gender-pay-gap-frauen-arbeiten-jedes-7-jahr-gratis
https://www.wien.gv.at/statistik/gender/indikatoren/
https://www.derstandard.at/story/2000096186420/regelmaessig-teuer-wie-viel-die-periode-kostet
https://www.sora.at/nc/news-presse/news/news-einzelansicht/news/systemrelevante-jobs-meist-weiblich-1009.html
https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/soziales/gender-statistik/erwerbstaetigkeit/index.html

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